Die schönsten Märchenklassiker der russischen Filmgeschichte
Väterchen Frost - Abenteuer im Zauberwald
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Väterchen Frost - Abenteuer im Zauberwald
"Es waren einmal vor langer, langer Zeit ein
alter Mann und eine böse, alte Frau. Die hatten zwei Töchter..." Die eine,
Nastjenka, ist fleißig und wunderschön und die Tochter des Alten. Die andere,
Marfuschka, ist faul und hässlich und die Tochter der bösen Alten.
Nastjenka
leidet sehr unter der Stiefmutter, die nur Augen für ihre eigene Tochter hat.
Eines Tages begegnet Nastja im Wald dem jungen, eitlen Pralhans Iwan, der sich
Hals über Kopf in sie verliebt. Als Iwan aus lauter Hochmut eine Bärenmutter
töten will, verwandelt ihn ein Waldmännlein vor den Augen des Mädchens selbst in
einen Bären. Erst mit dem Erfüllen einer guten Tat bekommt er seine menschliche
Gestalt wieder zurück.
Sofort begibt sich der Jüngling auf die gefährliche Suche
nach seiner Liebsten. Doch Nastjenka wurde inzwischen von der bösen Stiefmutter
verstoßen, weil sämtliche Freier nur um die Hand Nastjas
anhielten, anstatt ihrer Tochter Marfuschka den Hof zu machen.
Allein und verzweifelt trifft Nastjenka schließlich im tiefverschneiten Wald auf
Morosko - Väterchen Frost.
Einige Bilder aus dem Märchenfilm Väterchen Frost

Väterchen Frost

Väterchen Frost findet Nastjenke ausgesetzt im Wald

Iwan und Nastja als Paar

Die böse Stiefschwester Marfuschka

Hexe Baba Jaga
Märchen vom Väterchen Frost
Es war einmal vor langer Zeit in einem weit
entfernten Land ein Mann mit seiner Frau. Beide waren bereits zuvor verheiratet
gewesen, doch ihre früheren Eheleute waren gestorben und so hatten sie wieder
geheiratet. Beide hatten aus ihrer früheren Ehe je eine Tochter. Die Tochter der
Frau war böse und gemein, während die Tochter des Mannes lieb und sanft war. Die
Frau liebte nur ihre eigene Tochter und ließ ihre Stieftochter den ganzen Tag
hart arbeiten. Das Mädchen musste das ganze Haus alleine putzen und wurde von
der Stiefmutter oft geschlagen. Doch dennoch hasste die Frau die Tochter des
Mannes von Tag zu Tag mehr.
Eines Tages, mitten in einem harten, kalten Winter, beschloss die
Stiefmutter, dass das arme Mädchen in den tiefen Wald gebracht und sich selbst
überlassen werden sollte.
Der Vater des Mädchen wollte das natürlich nicht, doch seine Frau war so
boshaft und herrisch, dass er mittlerweile Angst vor ihr hatte, seine Tochter
tatsächlich mit in den Wald nahm und sie dort alleine ließ.
Einsam und verlassen saß das Mädchen nun unter einem Baum. Doch schon nach
kurzer Zeit hörte sie ein Knacken von Zweigen und kurz darauf eine Stimme, die
sprach: „Frierst Du, liebes Kind ?“ Das Mädchen erkannte die Stimme als die von
Väterchen Frost und antwortete: „Nein, Väterchen Frost. Mir ist nicht kalt.“ Da
fragte er sie nochmals und noch mal und kam näher und näher zu dem Kind. Das
Mädchen antwortete jedes mal, dass ihr warm sei, doch das arme Kind dauerte dem
Väterchen so sehr, dass er es in einen weichen, prächtigen Mantel wickelte, die
ganze Nacht wärmte und es am Morgen mit Geschenken überhäufte.
Dem Vater bedauerte seine böse Tat inzwischen und kam am nächsten Tag in den
Wald zurück, um seine Tochter zu retten und freute sich sehr, als er sie nicht
nur lebendig, sondern auch warm bekleidet und mit großen Reichtümern beladen
fand. Beide kehrten nach Hause zurück. Als sie wieder da waren und die
Stiefmutter die Reichtümer des Mädchens sah, wollte sie sofort, dass auch ihre
eigene Tochter in den Wald gebracht und dort eine Nacht verbringen solle.
Natürlich hoffte sie, dass auch ihre Tochter reich beschenkt zurückkommen würde.
Also ging der Mann in den Wald und ließ die Tochter der Frau dort zurück.
Doch als er sie am nächsten Morgen holen wollte, erschrak er. Nicht beladen mit
Reichtum, sondern kalt gefroren war der Leib des bösen Mädchens. Er brachte
ihren Leichnam der bösen Frau zurück, nahm seine eigene Tochter bei der Hand und
zog von der bösen Stiefmutter für immer fort. Und wenn er und das Mädchen nicht
gestorben sind, so leben sie noch heute.
Väterchen Frost - Abenteuer im Zauberwald
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